85-Euro-Journalismus – eine Wutrede

Diese Stellenanzeige (Link öffnet sich in separatem Fenster) im Portal Jacktiger.com lässt mich erschaudern und (ver)zweifeln. Drehen, Schneiden, Vertonen, Upload, sogar mit eigenem Technik-Equipment: 85 Euro. Ich schäme mich heute für die Branche Video-Journalismus. Für Billig-Journalismus mit bewegten Bildern. Eine Wutrede.

(So werben Internetportale um Videojournalisten. Zitat aus: Jacktiger.com)

(So werben Internetportale um Videojournalisten. Zitat aus: Jacktiger.com)

Gelsenkirchen mag kein teures Pflaster sein. Und sicher gibt es begeisterte Video-Journalisten, kreative Gestalter, die Plattformen suchen, auf denen ihre Arbeit gezeigt wird und von denen sie bezahlt werden.

Doch bei diesem Angebot hoffe ich auf null Nachfrage.

Ich bin kein Verteilungssozialist und auch kein Gleichmacher, in keiner Gewerkschaft, kein Jammerlappen und kein links-alternativer Aufwiegler.

Aber das hier ist unverschämt.

Natürlich ist es schwer, im Netz Geld zu verdienen, natürlich sind in vielen Redaktionen die Mittel knapp. Auch anderswo gibt es Kostendruck, können  Journalisten – ob in der Ausbildung oder in Festanstellung – nicht immer so bezahlt werden, wie es Verlage und Sender vielleicht gerne würden. Klar ist die Branche in einer Krise und die Hand der Auftraggeber klammert sich oft nicht ohne Grund an die Geldbörsen.

Doch hier muss offenbar mal klar gestellt werden:

Ja, Videojournalismus ist auch Journalismus. Sogar eine technisch sehr anspruchsvolle Form. Es geht hier nicht um putzige kleine Ergänzungen, nicht um illustrierendes Beiwerk auf Nachrichten-, Magazin- oder Service-Websites. Im Journalismus darf es nicht nur beim geschriebenen Wort um Qualität gehen.

Zudem geht es in Gelsenkirchen – mit Verlaub – sicher nicht um die Neuerfindung des Journalismus oder eine sichere und regelmäßige Tätigkeit.

Fotojournalismus, Infografiken, journalistische Webvideos – all das ist mehr als Billigzubehör, das zwar hip ist, aber nicht wirklich kosten darf.

Es ist ganz einfach: Journalismus im „Neue-Medien“-Zeitalter, der die gleichen Kriterien und Qualitätsansprüche erfüllen muss.

Abnahmen, Redigieren, Fakten checken. Unverzichtbar.

Wer einen freien Billigjournalisten beauftragt mit irgendeiner Kamera- und Schnittausrüstung, der seine eigenen Filmberichte selbst hochlädt, der setzt die redaktionelle und technische Qualität gleichermaßen aufs Spiel.

Unabhängiger Videojournalismus. Unverzichtbar.

Wer einen Journalisten sucht und ihn nicht als Journalisten bezahlt, läuft Gefahr, dass die Unabhängigkeit ganz schnell auf der Strecke bleibt. Da ist Lokaljournalismus leider besonders anfällig, wenn er so unterirdisch bezahlt wird.

Was bedeutet das für den Beruf Journalist, wenn man von seiner wertvollen Arbeit seinen Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten oder gar eine Familie ernähren kann?

Freilich: Es gibt viele Redaktionen, in denen gute Arbeit fair bezahlt wird, auch im Bereich Multimedia. Das ist gut so und das muss auch so bleiben!

Nachtrag vom 15.03.2013:

Wenige Stunden nach Veröffentlichung dieses Blogposts wurde die Stellenanzeige aus dem Netz genommen. 

Der Autor auf Twitter:

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24 comments for “85-Euro-Journalismus – eine Wutrede

  1. 14. März 2013 at 11:59

    Wahrlich eine Farce! Und das Wichtigste daran, bloß nicht den Fehler machen, solch einer lächerlichen Anzeige nachzugehen. Denn sonst sehen die und weitere, dass es mit so einem lächerlichen Entgelt tatsächlich funktioniert… Man darf sich und seine Fähigkeiten nicht unter Wert verkaufen. Ergo, tut nicht nur sich selbst mit diesem Boykott einen Gefallen!

  2. 14. März 2013 at 17:37

    85 Euro sind eine Frechheit, aber ich habe mir sagen lassen, dass SPON auch nur ungern mehr als 100 Euro für ein Video ausgibt. Oder hat sich das mittlerweile gebessert?

    • 14. März 2013 at 21:57

      Hallo Klaus,
      meine Kollegen, die bei SPON freiberuflich im Videoressort arbeiten, werden in der Regel tageweise (also nicht nur pro Beitrag) bezahlt. Meist arbeiten wir ja an selbstgedrehten Stücken länger als nur einen Tag. Wir arbeiten dabei mit einer Kameraausrüstung und Schnittrechnern von SPON.
      Und soweit ich von den Kollegen höre, bekommen sie mehr als 100 Euro – soviel darf ich wohl verraten 😉
      Viele Grüße,
      Sandra

  3. Peter
    15. März 2013 at 09:27

    „Ich bin […] in keiner Gewerkschaft […]“

    Vielleicht hat das ja damit zu tun, aber dann bin ich vielleicht auch nur ein „links-alternativer Aufwiegler“.

  4. Rocky
    15. März 2013 at 09:40

    Tja, so ist das im Wettbewerb. Entweder, man wird Qualitätsführer oder schraubt die Preise nach unten. Ohne die Hintergründe des Anbieters zu kennen, geschweigedenn das Angebot (nicht mehr verfügbar) spar ich mir dann auch die Wut.

  5. Buckaroo
    15. März 2013 at 10:00

    Ehrlich gesagt empfinde ich eine gewisse Schadenfreude und absolut kein Mitleid. Wer – wer nicht die Journaille – hat denn mit der Lobhudelei über die Agenda 2010, das ach-so-tolle Jobwunder und – gerade die Videojournalisten – mit der Hetze gegen Hartz IVler („Alles Schmarotzer, Säufer, Asoziale“) zu dem Lohndumping in ganz Deutschland beigetragen?

    Wo sind denn die kritischen Berichte über die menschenverachtenden Behandlungen in den JobCentern?

    Aber nein, erst wenn man selbst betroffen ist ist das Geheule groß. Passt aber gut zu der deutschen Mentalität des Radfahrers: Oben buckeln, unten treten.

    • mart
      15. März 2013 at 14:54

      @Buckaroo:
      Ich hoffe, Du bist nicht in der Branche. Von jemandem, der so vorurteilsbehaftet und vor allem alles über einen Kamm scherend, die Arbeit der Journalisten mal eben mit dem gleichsetzt, was in den Verlagshäusern und Redaktionen als Thema akzeptiert wird, möchte ich mir nicht mal am Stammtisch was erzählen lassen.

    • Volker
      19. März 2013 at 12:19

      Ein völlig verfehlter Kommentar! Nur insofern treffend, dass auch viele Journalistinnen und Journalisten mittlerweile nur noch von Hartz IV oder einer Hartz IV-Aufstockung leben müssen. Irgendwie haben Sie den Beitrag wohl nicht verstanden, aber wenn man kein Journalist ist, kann man das wohl auch nicht. Ihr „Geheule“ können Sie woanders besser los werden. Um es klar zu stellen: JEDER muss für seine Arbeit entsprechend so bezahlt werden, dass er davon leben kann. Und dass Jobcenter oftmals äußerst schlechte Arbeit leisten, davon berichten Journalisten jeden Tag. Damit sie darüber gut berichten können, müssen sie aber auch adäquat bezahlt werden. Friede, Freude, Eierkuchen war gestern. Die Welt den „Bürgerjournalisten“ zu überlassen endet im Chaos. Deswegen brauchen wir engagierte Journalistinnen und Journalisten, die mit Freude über das berichten, was sich im Land tut. Und das geht nur, wenn die Bezahlung stimmt.

  6. 15. März 2013 at 10:21

    Es wird immer schlimmer – nicht nur beim Video-Journalismus, sondern generell. Das Dumme ist, dass sich die Leute darauf einlassen. Mir wurde neulich gesagt, dass ich mit meinen Preisen heruntergehen soll, weil eine andere Redakteurin nur 6 Euro für 3.000 Zeichen Text verlange. Auf diesen Auftrag habe ich liebend gerne verzichtet.

  7. Antwortende
    15. März 2013 at 11:15

    @ Buckaroo
    Unabhängige Berichte über die H4-Zustände gibt es genug – hauptsächlich in Wort, da Du für die ARGEn keine Dreherlaubnis bekommen wirst. Außerdem arbeiten Reporter – egal ob in Wort, Bild oder Film – immer für einen Auftraggeber. Und der bestimmt doch, was gemacht werden soll.

    Deine Wut ist zwar (teilweise) gerechtfertigt, richtet sich aber gegen die Falschen. Und damit machst Du genau das, was die H4-Erfinder wollen … Kampf der Armen untereinander.

    • Buckaroo
      15. März 2013 at 18:57

      Ich gehöre nicht mehr zu den Armen, verdiene wieder gut, habe aber von Hartz IV mal existieren (leben kann man das nicht nennen) müssen – und habe nicht vergrssen, wie kübelweise Dreck von Seiten der Medien über ALG2-Empfänger gegossen wurde (und das noch nicht einmal vom Boulevard)

      Das letzte Bisschen Respekt vor den Verlagen und dem Journalismus in Deutschland ist mir bei der Kampagne zum Leistungsschutz, wo bewusst gelogen wurde, kritische Leserbriefe nicht veröffentlicht wurden, Kritiker verächtlich gemacht wurden – sprich: Propaganda vom Feinsten in eigener Sache, auch in „Qualitätsmedien“ wie der FAZ, siehe dazu „Lügen für das Leistungsschutzrecht“ von Stefan Niggemaier.

      Die Argumentation geht hier wohl in die Richtung „Nur Befehlsempfänger“. Das hatten wir schon mal in Deutschland.. und wieso mit so einer Begründung eine gute Bezahlung für reine Sprachrohre der Verlage ohne journalistisches Berufsethos gefordert wird, erschließt sich mir nicht – und das scheint dem Markt auch langsam klar zu werden, daher auch solche Angebote,

      Ich selbst würde eher das Geld einem obdachlosen Junkie geben als jemals wieder eine deutsche Zeitung zu kaufen. Dagegen bin ich bereit, ausländische, seriöse Medien (New York Times, NZZ, Washington Post) zu unterstützen – aber die ganze korrupte, deutsche Verlagssumpf kann mitsamt seine hörigen Befehlsempfängern von mir aus den Bach ‚runtergehen.

  8. Freie Marktwirtschaft
    15. März 2013 at 13:23

    Auch wenn es sonst keiner macht, möchte ich doch mal die freie Marktwirtschaft hochhalten. Huhu, ich bin noch da. Ich rege mich nicht über die Stellenanzeige auf, sondern über diesen Blogpost. „Bäh, da gibt es Leute die meine supertolle und superwichtige Arbeit für weniger Geld machen wollen, buhuuu.“ Das ist regelrecht primitiv. Entweder diese Leute machen die Arbeit schlechter und dann wird es der Auftraggeber früher oder später merken, oder man hat gefälligst einzusehen, dass sich die Zeiten geändert haben. Was soll eine Friseuse mit ordentlicher Lehre zu dieser Beschwerde sagen? Die schneidet euch im Osten für 4 Euro pro Stunde die Haare ab und fühlt sich reichlich verarscht, wenn sie das hier liest.

  9. Klaus
    15. März 2013 at 13:44

    85 Euros? Dafür muss meine Gattin 17 Stunden arbeiten.

    • Monty
      15. März 2013 at 18:00

      Und Du meinst, dass jeder genauso viel wie Deine Gattin bekommen sollte oder Deine Gattin zu wenig gezahlt bekommt?

  10. Alex
    15. März 2013 at 14:47

    Sowas kommt von sowas!
    Über 50 Jahre hatten die Zeitungen die Lizenz zum Geld drucken, Ihre Journalisten waren arrogant und hochnäsig. Sie verhielten sich wie die Könige der Schreibzunft. Uns jungen (in den frühen 90ern) VJ’s gegenüber begegneten sie mit Argwohn und Überheblichkeit. „Wer schaut denn schon eure kleinen Filmchen im Netz und im RegionalTV?“ hörte ich damals mehr als einmal…..

    Und heute? Heute jammern dieselben Typen, wie das Netz doch die Zeitungen tötet und wie schlimm alles sei und wie wenig doch bezahlt wird. Ich empfinde dabei eine große Schadenfreude weil genau diejenigen von damals heute Jammern, genau diese Kerle schicken heute Ihre Praktikanten mit der Hampelmannkamera raus, diese Filmchen landen dann unkorrigiert, schlecht vertont und mit verwackelten Bildern auf den Homepages Ihrer Blätter. Und genau durch diese Berichterstattung wird der Eindruck erweckt, dass Qualität eben keine Rolle mehr spielen muss. Weil genau diese Typen jeden Blechschaden und Auffahrunfall zur Sensation machen. Der Polizeibericht wird mit copy&paste auf die Homepage gewuppt und eine Recherche findet nicht mehr statt. Praktikanten, Billiglöhner und 85-Euro-Kräfte machen Wackelfilmchen und glauben so Ihre Zeitung zu retten. Der Bodensatz ist noch nicht erreicht, 50 oder 30 Euro Tagessatz werden wir auch noch erleben.
    Erst wenn aus Euren grauenhaften Webvideos wieder Filme und Berichte werden die man anschauen kann, ohne das einem dabei schlecht wird, dann, aber erst dann, bin ich Bereit für Inhalte zu bezahlen. Ansonsten können mir die ganzen Heuler gestohlen bleiben. Amen

  11. 15. März 2013 at 15:01

    Wenn ich so überschlage, was das eigene Equipment so kostet (Laptop, Schnittsoftware, Mikro, Kamera, etc.) kann man also locker 20-50 solcher Einsätze rechnen, bis man das Arbeitsmaterial raus hat. Hm.

  12. Martin Heller
    15. März 2013 at 16:42

    Liebe „Freie Marktwirtschaft“, lieber Klaus,

    ich rechne bei einem gefordertem 2-3 minütigen JOURNALISTISCHEN Webvideo ohne Fremd- oder Agenturmaterial von der ersten Recherche bis zu Tonmischung und Upload nicht mit einem Tag sondern eher mit zwei Tagen.

    Bei nur 15 Stunden Arbeitszeit wären wir bei 5,66 Euro pro Stunde, und im Gegensatz zum Friseurbesteck müssten davon die Kamera- und Schnittausrüstung (und womöglich sogar Fahrtkosten, Telefon etc.) hier selbst bezahlt werden.

    Zudem verfalle ich nicht in ein allgemeines Journalisten-Gejammer (das ich selbst zuweilen mit Distanz betrachte), sondern betrachte differenziert den Bereich Webvideo gerade auch im Verhältnis zur Wertschätzung für andere journalistische Formen. Ich hätte keinen Blog-Beitrag geschrieben, wäre in der Stellenanzeige ein Video-Operator, Producer, Praktikant oder ähnliches gesucht worden. Vor allem am Begriff Journalismus mit seinen Anforderungen und der Verantwortung habe ich mich entlanggehangelt.

    Über die Diskussion freue ich mich!

    MH

  13. das ich
    15. März 2013 at 18:43

    zitat: „Ich bin kein Verteilungssozialist und auch kein Gleichmacher, in keiner Gewerkschaft, kein Jammerlappen und kein links-alternativer Aufwiegler.“

    warum denn diese distanzierung? damit man glaubwürdiger ist? waren denn in der vergangenheit jene, die über solche zustände klagten (in anderen branchen) nicht glaubwürdig, sondern eben (verteilungs)sozialisten, gleichmacher, gewerkschafter, jammerlappen, links-alternative aufwiegler?

    unbestritten: 85 euro sind eine unverschämtheit – aber auch das ergebnis eines gesellschaftpolitischen kurses, der mindestens seit den 80ern im gange ist. aber da waren ja nur die pösen anderen dagegen. wäre die zitierte distanzierung nicht, wäre es glaubwürdiger…

  14. 16. März 2013 at 12:35

    Was man bei allem Ärger über diese Stellenanzeige nicht übersehen sollte – freier Videojournalismus im Online-Sektor ist oft noch ein Zuschussgeschäft für die Medien, die ihn beauftragen.

    Wenn man sich die gängigen TKPs für Videowerbung, die branchenüblichen Rabatte und prozentualen Ausbuchungen sowie die Reichweiten, die bspw. im regionalen Sektor mit Videos erzielt werden können, alle gemeinsam anschaut, kommt man einfach auf keinen grünen Zweig. Es geht schlicht nicht, die Videoproduktionen anständig zu honorieren und gleichzeitig zu refinanzieren – erst ab wirklich hohen Reichweiten kommen nennenswerte Erlöse durch Videovermarktung zusammen.

    Damit mich niemand missversteht: Ich will damit nicht rechtfertigen, dass Jobs dann einfach zu Hungerlöhnen angeboten werden. Das ist der falsche Weg.

    Es macht aber auch keinen Sinn, sich darauf zu versteifen, dass man als Freelancer mit Online-Videojournalismus anständige Honorare erzielen können muss. Es kann Pi mal Daumen nur an Honoraren realisiert werden, was durch Werbung (die bislang einzige ernstzunehmende Erlösquelle) auch reinkommt.

    Online-Videojournalismus ist einfach ein ganz schwieriges Umfeld für Freelancer. Die Besten im Feld werden sich genau ansehen, was bspw. bei https://vimeo.com/ondemand in den nächsten Monaten passiert. Für wirklich herausragende Arbeit deutet sich da eine spannende Finanzierungsmöglichkeit an. Das Brot-und-Butter-Geschäft wird aber noch lange Zeit nur durch Werbung getragen werden – mit teilweise unerfreulichen Nebenwirkungen.

    • Boris
      18. März 2013 at 16:00

      @Fabian. „Es macht aber auch keinen Sinn, sich darauf zu versteifen, dass man als Freelancer mit Online-Videojournalismus anständige Honorare erzielen können muss.“ Doch, genau das muss man! Dass sich Videos nicht selbst refinanzieren, ist doch ein Scheinargument. „Rechnet sich“ denn das Foto auf einer Website ? Das Layout? Der einzelne Bericht? Das Gesamtprodukt generiert den Umsatz! Entweder der Kunde kann und will sich professionell gemachtes Video leisten – z.B. damit sein Angebot konkurrenzfähig bleibt – oder er muss eben darauf verzichten. Wenn wir Veejays endlich unseren hohlen Einzelkämpfer-Pathos ablegen und an einem Strang ziehen, werden „die“ das auch kapieren (müssen): Preisabsprachen treffen! Dumpingjobs ablehnen! Die Anbieter anprangern!

      • 20. März 2013 at 22:58

        @Boris: Good luck.

      • Johannes
        21. März 2013 at 13:13

        Refinanzierung der Videoproduktion durch Werbeeinnahmen, hmm, ist das Online überhaupt schon irgendeinem Medium geglückt, abseits der „A haut B auf den Kopp“-Filmchen auf Youtube? Es ist schon vertrackt, bei aller Liebe zum Job: Ich habe in fünf Jahren als hauptberuflicher VJ abseits des öffentlich-rechtlichen Futternapfes im Text und Videobereich niemanden getroffen, der behauptet allein vom freien Journalismus leben zu können. Das braucht dann immer noch zusätzliche Erlösmodelle – und sei es nur, sich als Referent für den noch von Illusionen getriebenen Nachwuchs zu verdingen. Hat sogesehen etwas von einem Pyramidensystem, bei dem eigentlich jede/r früher oder später untergeht.

        Vimeo on demand finde ich auch spannend. Jetzt bräuchte es nur noch einen Anteil der GEZ-Gebühr, der allen Internet-Usern monatlich für die Nutzung solcher Angebote als Klickguthaben zur Verfügung gestellt wird, damit dann auch genug Masse für uns alle entsteht. Seltsam, das man gute Laune und Spaß am Job haben kann, auch wenn weit und breit keine Perspektive in Sicht ist.

  15. F.Wellner
    19. März 2013 at 05:11

    Die Idee der Pressefreiheit ist doch schon lange mehr als tot! Was wir heute haben ist die „Freiheit der Presse Besitzenden“!
    Und das die Protagonisten auch mal auf dem Niveau ankommen, wo der Rest der Bevölkerung durch das Verbrechen Agenda 2010 der Asozialdemokraten sich schon lange befinden, ist doch wohl mal mehr als gerecht!

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