Journalismus mit Snapchat

Nah dran. Aus einer Snapstory von Susanne Dickel

Nah dran. Aus einer Snapstory von Susanne Dickel

Funktioniert Journalismus auch auf Snapchat? Wie geht Storytelling in der boomenden App? „Welt“-Videoreporterin Susanne Dickel hat ihre Reise nach Griechenland – hauptsächlich für ein 360-Grad-Videoprojekt – nebenbei auf Snapchat begleitet, in Form einer sich ständig aktualisierenden Snapstory. Sie hat erstaunlich nah berichtet und überraschend viel Feedback bekommen. Im Webvideoblog schildert sie kurz ihre ersten Eindrücke.

(Snapstory-Ausschnitte als Video unten nach dem Text)

Wenn man das Prinzip verstanden hat, ist Snapchat sehr leicht zu bedienen. Mit ein, zwei Mal tippen ist ein Bild gemacht und online gestellt – das ist noch schneller und einfacher als Twitter. Man denkt vielleicht, es ist oberflächlich, weil alles nur kurz zu sehen ist. Ich finde aber, man kann damit sehr eindrücklich Geschichten erzählen, weil man sich auf das Visuelle konzentriert.

Über die Zeit entsteht dabei eine Geschichte, die durchaus viele Facetten haben kann.

Trotzdem ist es erstmal schwierig, mit der knappen Zeit umzugehen, vor allem bei Aufsagern. Und es fehlt eben die typische Viralität, Liken und Sharen. Über Twitter-Empfehlungen ist mein Account trotzdem ziemlich schnell bekannt geworden. U. a. hat mir jemand aus Kuwait geschrieben, der meine Snaps gut findet.

Positives Feedback und Empfehlungen via Snapchat

Positives Feedback und Empfehlungen via Snapchat

Es ist ziemlich ungewohnt, dass es keine Reaktionen auf Beiträge gibt. Ich kann nur sehen, wer meine Snaps sieht und Screenshots macht. Aber gerade hat mir noch jemand aus den USA geschrieben, der mir folgt. Weil es nicht so einfach ist gefunden zu werden, ist es auch in gewisser Weise besonders schön, wenn Fremde mir hier folgen.

Susanne Dickel bei Snapchat

Für Snapchat-Nutzer zum "Adden": Snapcode von Susanne Dickel

Für Snapchat-Nutzer zum „Adden“: Snapcode von Susanne Dickel

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